Geschäftsvorfall suchen, wie z.B.: Abschreibung

Das BMF nimmt dem “Geschenkurteil” des BFH durch eine Fußnote die Brisanz!

Die Übernahme der pauschalen Einkommensteuer nach § 37b EStG für ein Geschenk unterliegt nach Auffassung des BFH in seinem Urteil vom 30.3.2017 IV R 13/14 als weiteres Geschenk dem Abzugsverbot des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG.

Nach dieser Entscheidung kann der Schenkende die Aufwendungen für das Geschenk nur dann als Betriebsausgabe abziehen, wenn das Geschenk zuzüglich der Pauschalsteuer zusammen unter der 35-EURO-Grenze bleiben.

Das BMF hat das Urteil nun im BStBl 2017 II, 892 veröffentlicht und es somit allgemein für anwendbar erklärt.

Erstaunlicherweise hat das BMF das Urteil jedoch durch eine Fußnote für nicht anwendbar erklärt.

Es bleibt daher bei der Anwendung der Vereinfachungsregelung in RZ 25 des BMF-Schreibens vom 19.5.2015, BStBl 2015 I, 468.

Demnach richtet sich die Abzugsfähigkeit von Geschenken weiterhin danach, ob die Aufwendungen für das Geschenk unter der 35-EURO-Grenze bleiben.

Quelle – taxnews

Erzeugerpreise September 2017: +3,1 % gegenüber September 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.10.2017
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 2017 um 3,1 % höher als im September 2016. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat August um 0,3 %.Die Preisentwicklung bei Energie, die einen Anteil von knapp 27 % am Gesamtindex hat, wirkte sich im September 2017 am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Energie war im September 2017 um 4,6 % teurer als im September 2016. Gegenüber August 2017 stiegen die Energiepreise um 1,0 %. Die Preisentwicklung im Vorjahresvergleich war bei den einzelnen Energieträgern weiterhin sehr unterschiedlich: Während elektrischer Strom um 8,9 % teurer war und Mineralölerzeugnisse 7,5 % mehr kosteten als ein Jahr zuvor, war Erdgas in der Verteilung um 4,6 % billiger.Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 2,6 % höher als im September des Vorjahres. Gegenüber August 2017 stiegen sie um 0,1 %.Vorleistungsgüter waren im September 2017 um 3,6 % teurer als im September 2016. Gegenüber dem Vormonat August stiegen diese Preise um 0,3 %. Metalle insgesamt kosteten 9,5 % mehr als im September 2016 (+0,9 % gegenüber August 2017). Dabei war Walzstahl im Vorjahresvergleich 13,2 % (+1,5 % gegenüber August 2017), Nicht-Eisenmetalle und deren Halbzeug 9,2 % teurer (+0,6 % gegenüber August 2017). Chemische Grundstoffe kosteten 4,3 % mehr. Nur wenige Vorleistungsgüter waren billiger als ein Jahr zuvor. Dazu gehörten Edelmetalle und Halbzeug daraus (-8,5 %), Faserzementwaren (-2,8 %), aber auch Mehl (-0,9 %).Die Preise für Verbrauchsgüter waren im September 2017 um 3,4 % höher als im September 2016 und um 0,1 % höher als im Vormonat August. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 4,9 % mehr, gegenüber dem Vormonat August stiegen die Preise hier um 0,2 %. Butter wies auch im September den höchsten Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat auf. Sie war um 90,0 % teurer als im September 2016, allein gegenüber August 2017 stiegen die Preise um 7,5 %. Milch kostete 28,3 % mehr als im Vorjahresmonat, Zucker 9,8 %. Kaffee verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 %, Fleisch ohne Geflügel um 3,0 % (-0,8 % gegenüber August 2017).

Gebrauchsgüter und Investitionsgüter waren im September 2017 jeweils um 1,1 % teurer als im September 2016. Gegenüber August stiegen diese Preise jeweils um 0,1 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt